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16 ½

Strophe 1
Viele haben dich schon seit der ersten Klasse gekannt,
und auch schon damals warst du ziemlich frech, doch charmant.
Neue Schule, wieder dieselbe, vertraute Schulzeit,
du warst immer da und einfach für allen Scheiß stets bereit.
Du hast jeden Unsinn, ohne zu zögern mitgemacht,
und hast es geschafft, dass jeder andere lacht.
Den Lehrer in Mathe hast du zur Weißglut gebracht,
indem du meintest, du seist innerlich schwarz.
So viele schöne Momente, die keiner vergisst,
die Zeit war zu kurz um zu seh‘n, wer du wirklich bist.
Du bleibst für immer bei uns, das dachten wir,
doch dann war es still – und du warst nicht mehr hier.

Strophe 2
In der Zehnten hast du dich bei uns mega beschwert,
und warum deine Mutter, hmmm, so ist, erklärt.
Wir haben gelacht, doch in deiner Stimme war dieser Klang,
ein Echo von Schmerz, das man nicht so richtig wahrnahm.
Wir haben nicht erkannt, was dich innerlich zerfrisst,
zu spät erst gesehen, wie einsam du wirklich bist.
Dein schelmisches Grinsen, dein frecher Verstand,
doch keiner hat so richtig dein Inneres gekannt.
Deine Uhr lief längst, doch das konnte niemand ahnen,
wir dachten, du bleibst, wir hatten noch Jahre zu planen.
Dieser schreckliche Moment kam und du musstest gehen,
dass du plötzlich weg warst, kann ich auch heute nicht verstehn.

Refrain
Mit sechzehneinhalb war deine Zeit plötzlich um,
nun steh ich an deinem Grab und blicke nur stumm.
Den Anruf von damals hab ich noch immer im Sinn,
die Worte, die fielen, hallen noch tief in mir drin.
In der Klasse am Montag, dein Sitzplatz blieb leer,
du bist nicht mehr da, das schmerzt einfach sehr.
Wir denken an dich, du fehlst uns so sehr,
mit sechzehneinhalb, das ist einfach nicht fair.

Bridge
Keine Krankheit, kein Alk, keine Drogen oder so Zeug,
kein Abschied war möglich, es fühlt sich an wie Betrug.
Wir haben den Tag zuvor noch telefoniert,
5 Jahre später sitze ich hier, bin immer noch schockiert.

© 2025 Michael Bezold

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