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Am Morgen um 6, da geht’s schon los,
Er hat eine Latte, die ist ziemlich groß.
„Fängt ja gut an“, denkt der Xaver sich dann,
legt Hand an und rubbelt die Flöte sodann.

 
Er hobelt und wedelt, so ganz ohne Sorgen,
Doch die Magd nebenan hört's, wie jeden Morgen.
Sie hält an, atmet durch, legt den Besen darnieder,
Und lauscht, wie der Xaver röhrt, immer wieder.

 
Wenn Xaver mit seiner Fleischflöte spielt,
und die Magd nebenan ihr Mieder auszieht.

Er stöhnt und er röhrt, als wär‘s ein Konzert,
und schrubbt fleißig weiter, ganz unbeschwert.

Oh, der Xaver, der Xaver tut’s immerzu,
denn sein Dödel, gibt morgens nie Ruh‘.
Und die Magd, sie hört zu und ist ganz verzückt,
Denn der Xaver ist der, der sie immer beglückt.

 

Der Xaver wedelt schneller ab, auf und ab und auf und ab,
dem Höhepunkt nah, kommt er so richtig in Fahrt.
Nun näher am Ziel, er röhrt und er schreit,
Und verschießt seinen Kleister – es ist soweit!

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© 2024 Hendrik Schwarz

Der Xaver

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